Ehrenfelder Schulen für Vielfalt - "Köln braucht Tun" - Sternmarsch und Demo am Mo, den 23. März 2026
- pnothdurft
- vor 1 Tag
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Zum dritten Mal waren viele Schulen aus dem Stadtbezirk Ehrenfeld auf der Straße. Der Anlass: Der internationale Tag gegen Rassismus. Die Idee: Schüler:innen und Erwachsene aus den Ehrenfelder Schulen treffen sich morgens an 3 verschiedenen Plätze und gehen dann in einem Sternmarsch zum Neptunplatz, um sich dort zu einer Kundgebung zu treffen. Die Botschaft: Ehrenfelder Schulen für Vielfalt.
Zweimal wurde diese Veranstaltung ausschließlich von Erwachsenen geplant. Diesmal war es anders: Im Orgateam kamen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus mehrere Schulen zusammen, um die Veranstaltung zu vorzubereiten: Zeitplan, Programm, Technik, Anmeldung der Demo, Pressearbeit - alle diese Aufgaben wurden in mehreren Vorbereitungstreffen bewältigt.
Bei Sonnenschein und blauem Himmel starteten die drei Demozüge. Begleitet von Polizist:innen der Wache Ehrenfeld zogen drei bunte und laute Gruppen durchs Veedel. Pünktlich um 10:30 Uhr startete dann die Kundgebung auf dem gut gefüllten Neptunplatz.
Nicht nur die Orga, sondern auch das Programm war zum größten Teil von den Schüler:innen gestaltet. Nina und Greta von der Helios Gesamtschule sowie Milan und Kaan von der Grundschule Mengenicher Straße führten als Moderator:innen souverän und professionell durch das Programm. Zahlreiche Kinder und Jugendliche hatten kurze Redebeiträge vorbereitet. Dabei ging es um Erfahrungen mit Diskriminierung im Alltag, vor allem aber um die unschätzbaren Potentiale einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft. Mit Stolz und Überzeugung brachten die jugendlichen Redner:innen zum Ausdruck, wie wertvoll es ist, sich einander mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen und in einer von Vielfalt geprägten Umgebung aufzuwachsen.
Bezirksbürgermeister Volker Spelthann und Faisal Neumann, Fußballtrainer bei TuS Ehrenfeld, bedankten sich bei den Kindern und Jugendlichen für ihre klaren Statements für Vielfalt und ermutigten die Schulen im Bezirk Ehrenfeld, sich konsequent für Demokratie, Fairness und Respekt einzusetzen.
Der wohl beeindruckendste Bühnen-Act kam von der Band "The Heavestars" - vier Jugendliche im Alter von 10 bis 11 Jahren rockten den Neptunplatz mit der HardRock - Nummer "Killing in the Name of" und zeigten mit "Imagine" von John Lennon zugleich ihre stilistische Bandbreite.
Für alle Beteiligten waren der Sternmarsch und die Kundgebung ein intensives und beeindruckendes Erlebnis. Schon jetzt ist klar: diese Tradition muss unbedingt fortgeführt werden, und vielleicht schließen sich im nächsten Jahr ja auch noch weitere Stadtbezirke an.
"Köln braucht Tun" - die Ehrenfelder Schulen haben gezeigt, wie das geht!



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